00:02
Ich freue mich, dass ihr heute uns ausgewählt habt und euch vorgenommen habt, unseren Podcast heute anzuhören. Ina und ich, wir könnten nicht glücklicher darüber sein, dass wir einen tollen Gast haben. Heute nehme ich aus dem Sat.1 Frühstücksfernsehen einen echten Star. Matthias Killing. Ja. Den finde ich schon immer richtig gut. Ja, der ist... Groß. Jetzt mal von den sexuellen, erotischen Vorlieben abgesehen, Ina. Du musst jetzt auch mal aufs Inhaltliche zu sprechen kommen, weil die Leute, die hören den ja nur, weißt du? Ist der toll, weil der macht so viel, weißt du?
00:35
Der spielt Klavier, der ist total engagiert.
00:38
Der hat auch, glaube ich, einen Flugschein.
00:40
Der fliegt, der ist ein rührender Familienvater, ist verheiratet schon seit 18 Jahren.
00:46
Ich meine, das stimmt doch irgendwas nicht. Ist ja zu perfekt eigentlich. Arbeit sich alles raus jetzt.
00:53
Kann sich drauf verlassen. Ich werde die entsprechenden Fragen stellen und ich bin mir sicher, Matthias Killing hält dem Stand. Viel Spaß jetzt bei unserem großen Gespräch mit Matthias.
01:06
Mit den Waffeln einer Frau. Ein Podcast von Barbaradio.
01:13
Ladies and Gentlemen, heute ist ein Mann bei uns, auf den ich mich sehr freue, denn er ist, so wie ich, Moderator. Und ich weiß ja, dass man mit Moderatoren leichtes Spiel hat, weil die reden gerne, die sind unpsychologisch, die haben viel zu erzählen und die wissen, worauf es ankommt. Bitte enttäusche uns jetzt nicht. Aus dem Sat1-Frühstücksfernsehen und vom Basketballplatz, der DTM und vielen anderen Sportveranstaltungen mehr heute bei uns im Studio. Matthias Küller!
01:36
Barbara, hallo. Guten Tag. Und alle deine Hörerinnen natürlich und Hörer. Danke, dass ich hier sein darf. Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich so. Ich fühle mich sehr geehrt.
01:45
Weißt du was? Ich liebe es, mit Kollegen zu sprechen, die auch Moderation machen, weil die sind so unpsychologisch. Weißt du, was ich meine? Du hast ja sehr viel Interviewerfahrung. Durch deine Hände sind ja schon alle gegangen. Und da ist dir doch sicher aufgefallen, dass es mit den Kollegen aus der Moderation manchmal am leichtgängigsten ist.
02:02
Ja, ich habe ein wunderbares Beispiel dafür. Ich hatte vor einigen Jahren, ich glaube 2022, die große Ehre, 30 Jahre RAN moderieren zu dürfen.
02:12
Nein, da haben die dich genommen.
02:14
Naja, weil ich ja immer noch bei RAN arbeite.
02:17
Stimmt, die wollten den Kern, aber der darf nicht.
02:18
Pass auf, meine Gäste, Moment, Moment, meine Gäste, meine Gäste in dieser Sendung, das war eine Fernsehsendung, meine Gäste Johannes B. Kerner, Jörg Wontorra und Reinhold Beckmann. Geil!
02:28
Und sag mal, ihr habt gar nicht geschafft, über Sport zu sprechen, weil ihr einfach so viel geredet habt, oder?
02:32
Highlight meiner Moderatorenkarriere, weil mein großes Vorbild Johannes plus Jörg plus Reinhold dabei, mit denen ich groß geworden bin. Das war alles ganz fantastisch und die Sendung ging ungefähr so. Meine Damen und Herren, herzlich willkommen. Hier ist 30 Jahre ran. Meine Gäste Johannes Beckerner, Reinhold Beckmann, Jörg und Tora.
02:47
Und dann musstest du keine Frage mehr stellen.
02:48
Und bitte, und bitte.
02:51
Der Rest ist Geschichte.
02:52
Ja, aber ich meine, du weißt ja auch besser als jeder andere, wenn du in so einem Interview bist und du merkst einfach, ah, für diese Geschichte waren acht Minuten geplant und ich bin nach 40 Sekunden, sage ich mal, schon an einem Punkt, wo ich sage, jetzt möchte ich eigentlich anfangen zu weinen. Weil vom Gegenüber nichts kommt und bei jeder Frage, die man stellt, sagt so, also ich liebe am meisten so Schauspielerinnen, die total super Schauspielerinnen sind. Und wenn du dann sagst, sie haben letztens in einem Interview gesagt, wenn ich nicht lalalalala, dann bin ich so, so, so.
03:20
Ach ja, habe ich das gesagt? Kann ich mich gar nicht daran erinnern und so.
03:23
Und dann ist man eigentlich damit beschäftigt, Missverständnisse aufzuklären und am Ende ist die Zeit um und dann sagen die, jetzt habe ich ja gar nicht mal bei neuen Filmen geredet.
03:30
Ja genau, aber Schauspieler zum Beispiel, mein bester Freund ist auch Schauspieler. Wer ist denn dein bester Freund? Jan Sosniok.
03:36
Ach, den kenne ich sogar.
03:36
Oh, der sieht gut aus. Ja, absolut.
03:39
Der hat jetzt so graue Haare, ist aber immer noch mega sexy.
03:43
Ich sage ihm das genauso.
03:44
Können wir mal den Jan Sonsenjog einladen?
03:46
Warum ist der eigentlich nicht auch mal hier? Der kommt, oder?
03:51
Sag ihm einfach, dass es super ist.
03:52
Das werde ich ihm so erzählen. Auf jeden Fall, der ist ja Schauspieler. Und wir reden da relativ häufig drüber. Und ein Schauspieler schauspielert ja etwas. Aber wir Moderatoren wiederum haben ja in der Regel dann, das gilt ja für dich zum Beispiel, finde ich, par excellence in Deutschland, dann Erfolg oder sind dann beim Publikum beliebt, wenn wir so sind, wie wir sind.
04:08
Authentisch heißt das. Ganz authentisch.
04:10
Das lieben sie. Oder wie viele Experten sagen, die Authentizität, obwohl es ja eigentlich Authentizität heißt. Das ist eine Silbe mehr, das ist ja nur zwei Buchstaben. Kann man wegschlabbern. Aber das ist, glaube ich, ganz wichtig. Und das ist das Schöne, Barbara. Du bist ja im Fernsehen so, wie du auch im normalen Leben bist. Aber du ja auch.
04:28
Und wie lange hast du gebraucht, um so zu werden, wie du bist? Weil ich finde nämlich, authentisch zu werden, dauert so sau lange.
04:34
Mir hat vor, da war ich 22, also vor sechs Jahren hat mir jemand gesagt, ein Coach, also ich meine, guck mal, ein ganz bisschen musst du lachen. Ich habe gerade kurz gerechnet. Du musst es rechnen. Du hast erzählt, du scheiße hier. Also vor 24 Jahren hat mir mal ein Coach, mein erster Coach gesagt, hör auf. Zu kopieren, ich will nicht hier eine Mischung aus Kerner, Jauch und sonst irgendwas sehen, sondern ich will dich sehen, weil ich damals noch dachte, wenn ich jetzt moderiere, dann muss ich dies und das machen.
05:00
Aber wer ist man schon mit 22?
05:02
Genau und das Leben ist ja ein Lernprozess und ich habe relativ früh, aber das hat mich sehr geprägt und ich versuche immer so zu sein, wie ich bin und das schönste Kompliment, wenn Menschen zu mir kommen und sagen, du bist ja wie im Fernsehen. Ja, ja, genau, ich bin ja ich.
05:15
Ja, und das ist auch, glaube ich, der, wie soll ich sagen, nervenschonendste und auch Burnout-sicherste Weg, wenn man nicht die ganze Zeit in so eine Rolle geht. Sondern wenn man einfach morgens zur Arbeit geht, ich glaube, du schminkst dich ja noch nicht, du lässt dich noch nicht mal schminken, oder?
05:28
Doch, doch, doch. Wieso sich so scheiße aus?
05:30
Ich habe nur irgendwo mal gelesen, dass du noch nicht mal Make-up irgendwie machst. Und du gehst eigentlich vor die Kamera, du bist du und danach gehst du wieder nach Hause. Und es ist nicht so ein Rein-Rausspiel und sich verstellen müssen und in eine Rolle schlüpfen, weil ich glaube, dann wird es manchmal ein bisschen anstrengend.
05:43
Ich werde geschminkt.
05:44
Ich auch.
05:44
Im Frühstücksfernsehen werde ich schon geschminkt. Ich habe eine wunderbare Baskenbildnerin, die das ganz toll macht oder das ganze Team dort.
05:49
Was macht die denn genau? Weil jetzt ist ja wirklich ein übersichtliches Gebiet, sage ich jetzt mal bei dir.
05:54
Mein Gesicht ist ein übersichtliches, das habe ich noch nie als Kompliment empfunden. Vielen Dank. Dein Gesicht ist ein übersichtliches Gebiet.
06:00
Aber du bist ja wirklich, du bist sehr gut aussehen. Du hast tolle Haare. Du hast gute Haare.
06:05
Boah, Matthias, hast du gute Haare.
06:07
Die sind ja an allen Punkten noch so, wie sie sein müssen. Die stehen nach oben, die sind dicht, aber die sind nicht offensiv, die sind nicht gewollt. Es ist nicht so, dass man sich denkt, oh, da steckt aber viel Überlegung drin in der Frisur.
06:17
Da brauche ich eine halbe Minute für. Keine Maskenbildnerin darf an meine Haare, mache ich immer selbst.
06:22
Das würde auch wahrscheinlich fremde Leute, wenn das nicht hinkriegen, was du da hast.
06:26
Absolut. Ich brauche so zwischen 20 und 30 Sekunden. Ansonsten bekomme ich ein bisschen Make-up und ein bisschen Puder. Frag mich nicht, was genau.
06:33
Und merkst du an manchen Tagen, dass die dann mehr an dir rummachen als an anderen? Weil bei mir dauert inzwischen die Maske länger als die Show, muss ich ehrlich sagen. Wirklich?
06:40
Wie lange gehst du in die Maske?
06:41
Zwei Stunden. Nein. Doch. Aber vieles Haare auch.
06:44
Ja, ich wollte gerade sagen.
06:45
Ich kriege ja da auch jetzt immer so Sachen reingeklipst, obwohl ich echt gute Haare habe. Du hast schöne Haare. Sehr schöne Haare. Wirklich? Schön weiß ich nicht, aber viele.
06:51
Hast du auch viele?
06:52
Ich habe auch viele. Und dann ist aber so, da werden noch mehr draus gemacht, indem da so Zeug reingeklipst wird, weil es soll einfach so aussehen, weißt du wie. Ich fall immer noch auch bei anderen Frauen drauf rein, dass ich mir denke, warum hat die so geile Haare? Und dann gucke ich da so drunter und denke mir, ach, die ist ja so wie ich, hat ja auch alles falsch.
07:06
Da habe ich auch in meinem Leben festgestellt. Also es gibt ja Haarteile, das ist das eine zum Reinklipsen und dann gibt es ja auch dieses Kleben.
07:11
Hattest du damit schon zu tun? Sexuell?
07:14
Lange her.
07:14
Wenn man einer Frau da reinfährt in die Haare.
07:17
Ich bin ja 18 Jahre mit meiner Frau zusammen.
07:19
Ach, da waren die Extensions ja noch gar nicht.
07:22
Doch, doch, doch. Das gab es davor. Das gab es davor. Glaube mir, auch in den Nullerjahren gab es schon Extensions.
07:29
Dann fährt man da so rein oder dann ist das, als hätten die lauter so Kaugummis da hinten reingeklebt.
07:34
Ich habe immer gedacht, das fühlt sich an wie auf so einem Webbrett. Weißt du, was ich meine? Wie früher in der Schule, wenn gewebt wurde und dann wurde das so fest.
07:41
Hast du mal Plastikbrüste angefasst? Ich ja. Ja.
07:43
Ja, gell? Ja, doch. Ja.
07:47
Interessant.
07:47
Ja.
07:48
Wie war dein Sommer?
07:49
Vielen Dank. Keine Plastikbrüste?
07:53
Leider, gell? Irgendwann ist man mal in dem Alter, wo man sich denkt, warum nicht nochmal mehr Plastikbrüste in meinem Leben?
07:59
Wunderbarer Sommer. Ich habe zum ersten Mal Urlaub gemacht auf einem Campingplatz, Barbara. Das war für mich eine völlig neue Erfahrung. Meine Familie, meine Frau, mein Sohn, die haben sich beide Campingurlaub gewünscht. Und ich habe gesagt, okay, ich mache mit. Allerdings eine Bedingung, wenn Campingplatz, dann mit so einem Mobile Home, mit so einer Hütte.
08:16
Was ist der Unterschied zwischen einem Campingwagen, einem Wohnwagen und einem Mobile Home?
08:20
Das Mobile Home in diesem Fall war eine feste Hütte und diese Hütte, wunderschöner Campingplatz in Kroatien, hatte zwei Zimmer, also Schlafzimmer.
08:28
Aber das ist ja kein Campingurlaub.
08:30
Naja, genau, deswegen sage ich ja Camping light, aber man ist natürlich mit wahnsinnig vielen auch Campern zusammen.
08:35
Also worst of all.
08:37
Das war toll.
08:37
Du hast nur eine kleine Hütte, kannst mit der noch nicht machen.
08:45
Und ich war da sehr glücklich.
08:48
Ich verstehe das.
08:49
In Kroatien warst du, oder? In Kroatien, wirklich allererste Reihe am Meer, du aufgewacht und auf die Wellen geschaut. Wunder, wunderschön und viele tolle Menschen kennengelernt und zwar abends beim Tischtennis. Ich habe dann gelernt, relativ schnell, abends beim Tischtennis, da lernt man die Menschen kennen, da waren wir jeden Abend. Bis 23 Uhr in der Regel. Meistens hatte die Bar danach zu. Also der Abend hatte eine klare Struktur. Und da haben wir viele tolle Menschen kennengelernt. Und tagsüber saß ich auf so einem Campingstuhl. Irgendwann hatte ich auch so eine Bierdose in der Hand.
09:16
Hattest du so einen Stuhl, wo man die Bierdose reinsteckt?
09:18
Mit Bierdose zum Reinstetten. Absteller. Und dann habe ich so an mir runtergeguckt und habe gedacht, ich bin glücklich. So war mein Sommer. Und das war ein wunderbarer Urlaub, der uns wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Und jetzt pass auf, wir fahren da nächstes Jahr wieder hin. So gut war es.
09:32
Das muss man erstmal schaffen als Urlaubsplatz, finde ich, dass man seine Gäste nochmal anzieht.
09:37
Aber Hunde glücklich, Kind glücklich, Frau glücklich und damit ich glücklich.
09:42
Also ich finde ja sowieso, wenn die Kinder glücklich sind, dann ist alles okay. Und ich finde, die Kinder sind ja immer dann glücklich, wenn da auch andere Kinder sind. Wobei, irgendwann kommen die ja auch in so ein Alter, wo die nicht mehr, wo man so sagt, guck mal, der hat auch ein rechtes Bein, so wie du, geht mal spielen zusammen. Sondern ich suche die schon genau aus, trägt der die richtige Jeans, hat der den Scheitel auf der richtigen Seite und so. Es wird ja dann komplizierter. Aber dann ist es echt toll, wenn die sich da so finden. Du merkst schon gleich, du hast ja so einen Blick schon, oh, da ist einer, der könnte zu meinem passen. Und dann, wenn es dann gut läuft,
10:12
Und auch Kinderdisco oder so ist natürlich auch irgendwann nicht mehr das große Thema. Gab es da auf diesem Campingplatz auch. Das ist natürlich dann alles out ab einem bestimmten Alter. Ja, super uncool. Das ist dann super uncool. Aber wir haben wie gesagt tolle Menschen kennengelernt. Kannten die dich? Es gab auch ein paar Zuschauer. Also es gab verschiedene. Ich wurde sehr nett angesprochen. Ich hatte so Elektroroller, mit denen wir dann über den Campingplatz gecruised sind. Konnte man leihen und dann hatten wir so Dinger. Und es gab auch die, ich kam dann mit meinem Roller angerollert, meistens Brille und Mütze auf und es kam trotzdem, ey Sat1.
10:47
Du bist Schauspieler.
10:49
Du wirst quasi mit deinem Sendernamen angesprochen. Ey Sat1. Hi, ich heiße Matthias. Also das gibt es natürlich. Das finde ich dann immer schön, wenn man völlig unerkannt irgendwie unterwegs ist, mag ich dann auch natürlich sehr.
11:04
Ja, wobei da ist in Kroatien auch immer nicht der richtige Ort. Also ich war auch in Kroatien letztes Jahr, glaube ich. Und da waren auch, das war wirklich unglaublich.
11:12
Sie jetzt einmal ganz ehrlich, wir schauen schon die ganze Zeit zu Ihnen rüber. Sie sind doch die Frau Schöneberger, oder?
11:16
Ja, sie ist, jetzt haben wir die Wette gewonnen, Gustav. So ging das die ganze Zeit. Das war der Wahnsinn.
11:20
Wetten finde ich auch immer super.
11:22
Gib die 50 Euro her, sie ist es.
11:26
Das ist auch herrlich. Liebe ich. Aber wie gesagt, es gab auch viele Momente, wo ich völlig unerkannt auf der Liege liegen konnte. Strange war eine Situation. Ich lag auf der Liege und bekam vom ehemaligen Hausarzt meiner leider verstorbenen Eltern, bekam ich eine WhatsApp von mir auf der Liege. Und dann haben also Leute dich fotografiert und ihm geschickt. Den kennst du doch. Und dann hat der mir das geschickt. Das war irgendwie schreck. Und ich habe gedacht, Mensch, hätte ich mir mal die Beine rasiert. Aber gut.
11:57
Ist ein anderes Thema. Das sind dann schräge Momente.
11:59
Aber ich sehe schon, wir sind da eigentlich, wie soll ich sagen, urlaubsmäßig auf ähnlicher Linie. Bist du auch Camperin? Nee, nicht direkt. Aber ich würde sagen, es wäre jetzt glaube ich ein bisschen falsch zu sagen, dass wir da auch in campingartigen Umgebungen leben. Aber es ist eben nicht der unbedingte Wille, Also Disco-Bar, schick anziehen, verschiedene Koffer, weißt du, wo die Schuhe passen zum Outfit und so. Also da muss ich sagen, da bin ich halt überhaupt nicht Teil dieser Bewegung. Bei mir ist wirklich, also ich fahre in Ferien meistens mit Handgepäck und dieser Handgepäckskoffer beinhaltet auch gar keine Klamotten, sondern da nehme ich dann noch die Lebensmittel aus dem Kopf.
12:38
Kühlschrank von zu Hause mit. Oder ich nehme irgendwelche Bilder oder Kerzenleuchter oder Lampenschirme mit, die ich noch transportieren will. Handgepäckskoffer. Und die ich dann irgendwie da brauche in meinem Urlaubsdomizil. Und ansonsten habe ich eigentlich wirklich nichts dabei. Ich war immer zu mir nach Hause. Also ich mache immer nur Ferien zu Hause sozusagen. In meinem Ferienhaus in Schweden zum Beispiel.
12:59
Aber da fährst du dann mit Lampenschirm. Ich habe noch nie jemanden gehört, der mit Lampenschirm in den Urlaub fährt.
13:03
Ich habe ehrlich gesagt, ich habe immer gedacht, so jetzt schon mehrere Jahre, denke ich, ach, dieses Jahr haben wir ja nichts mehr zu transportieren. Und jedes Mal muss mein Mann noch mit dem Auto hinterherkommen und was bis oben. Und ich dachte dann immer, naja, diesmal ist das Auto ja nicht so voll. Und wenn er dann ankommt, dann hat er die Knie jetzt neben den Ohren, weißt du, und kann den Sitz nur ganz senkrecht stellen, weil hinten irgendwie ist noch alle. Ah ja, stimmt, ich hatte noch die vier Stühle, aber es ist auch schön, dass wir die jetzt haben.
13:25
Ich bin ja ein pedantischer Packer und meine Frau ist das komplette Gegenteil. Schöne Grüße an der Stelle, sie liebt deinen Podcast. Wir reisen auch immer sehr viel mit Tüten.
13:36
Ja, aber weißt du, das ist auch eine philosophische Frage. Hast du mehr die großen stapelbaren Sachen oder hast du mehr die flexible Tüte?
13:43
Ich möchte einfach gerne drei Koffer. Jeder hat einen. Die werden ins Auto geladen. Feierabend. Aber ich lade sehr viel Tüten und Taschen. Taschen ist wunderbar. Da passt ja alles noch rein. Und dann denke ich, aber warum sind ja diese Flipflops nicht im Koffer? Warum sind die denn in dieser Tasche?
13:57
Ja, weil man am Ende noch gemischte Taschen macht. Also du machst erst grobes und dann machst du am Ende nochmal gemischte Taschen bestehend aus. Aufladekabeln, geschnittene Karottenstückchen, Flipflops.
14:06
Das habe ich doch alles in meinem Koffer. Also zumindest die Karottenstückchen nicht. Aber...
14:12
Hast du auch immer Karottenstückchen auf der Fahrt dabei, die dann doch keiner essen will, wenn man zu McDonalds geht? Und dann hat man die nach drei Wochen, findet man die dann? Mit den Broten, mit den Selbstgeschmierten zusammen unterm Sitz?
14:21
Nein, ich bin eher der, bin ich auch ehrlich, ich sage so eine Scheiße jetzt die ganze Zeit hier, dieses Essen irgendwie dabei, was soll denn der ganze Mist und so weiter, wir können doch zu McDonalds gehen. Und dann sitzen wir eine halbe Stunde im Auto und dann sage ich, sag mal, haben wir Karotten?
14:32
Ja. Oh, das gibt nichts Schöneres als so ein selbst geschmiertes.
14:36
Und das ist dann auch toll.
14:37
Oh, so ein Käsebrot. Ich liebe das, wenn ich so Brötchen mache, weil ich bin dann so ein Verwertungs... Ich denke dann, es muss alles noch verwertet werden, was im Kühlschrank ist. Dann schmiere ich Brote und dann mache ich auch so Sachen und dann habe ich das dabei und dann biete ich das so an und dann ist die Freude immer groß im Auto.
14:50
Aber weil du das vorhin sagtest, ich bin noch nie mit einem Sakko in den Urlaub gefahren. Also ich habe dann auch T-Shirts, Badehose, Flipflops, wenn ich in die Sonne fahre, wenn ich in den Süden fahre. Ich hatte jetzt diesmal zwei Hoodies dabei, die ich gar nicht gebraucht habe. Ich habe mich auch total geärgert, weil neben wahnsinnig viel Platzwerk habe ich im Hintergrund gedacht, hey, wieso eigentlich zwei? Einer hätte doch gereicht. Und Schuhe hatte ich gar nicht an, 14 Tage. Also einfach gar nicht.
15:11
Hast du gute Füße? Oh, du hast dich doch verletzt. Du hast dich doch am Fuß verletzt.
15:15
Ja.
15:15
Weiß ich doch alles.
15:16
Hast du Podcast gehört? Ja. Also eine tiefe, tiefe Schnittwunde. Ja. Tiefe Schnittwunde, also so zwei Zentimeter Schnitt hatte ich.
15:22
Aus der Sicht eines Mannes eine tiefe Schnittwunde oder wäre das auch aus neutraler Sicht eines, sage ich mal, einer vielleicht weiblichen Person auch eine tiefe Schnittwunde oder wäre es da eher so, dass man sagt, wo nochmal? Ach so, ja, ja. Genau.
15:33
Ich bin ins Meer gegangen. Der erste Morgen, ich gehe ins Meer.
15:37
Hast du nicht so Schuhe gehabt?
15:38
Nee, eben nicht. Also ich hatte die natürlich eingepackt. In irgendeiner Tasche werden sie gewesen sein. In irgendeiner Tüte. In irgendeiner Tüte waren sie. Hatte ich natürlich diese Schuhe. In Kroatien gibt es ja keinen Sandstrand. Deswegen brauchst du das. Ich bin also ersten Morgen ins Meer und schwimme. Und während der Schwimmbewegung bin ich mit meiner Fußsohle an einem Felsen entlang geratscht und habe mir den Fuß aufgeschnitten. Und es hat sehr stark geblutet, als ich das Blut dann weggemacht habe, weil ich bin dann wieder raus über diese Leiter an so einer Steinwand irgendwie. Und dann bin ich raus und es hat geblutet wie die Sau und dann habe ich gesehen, es war ein ungefähr anderthalb Zentimeter, vielleicht zwei Zentimeter Schnittchen.
16:14
Tief oder? Nee.
16:15
So, dass es geblutet hat. Es fühlte sich an wie der Fuß muss ab.
16:19
Na klar, Amputation.
16:20
Aber es war jetzt doch nicht so schlimm.
16:22
Nee, weil man muss doch auch immer eins sagen. Also Fußsohle ist dann wirklich doof. Genau.
16:25
Und das hat dann am Anfang, es hat wirklich mal so einen halben Tag wehgetan und dann habe ich ein Pflaster drauf gemacht und dann ging das alles schon. Und wir hatten ja in irgendeiner Tüte waren ja Pflaster dabei. Also es war alles völlig wunderbar und natürlich, wenn ich das erzähle, ich habe das jetzt bei mir im Podcast erzählt, die Geschichte, das stimmt. Und dann habe ich gedacht, naja, also als Mann würde ich sagen, schlimmste Verletzung, eine Frau würde sagen, wo nochmal.
16:47
Ja, genau.
16:49
Aber man darf das nicht unterschätzen, wenn ich krank bin. Ich leide wirklich.
16:55
Aber du erkennst ja das Problem offensichtlich, oder?
16:57
Total. Ich habe das komplett analysiert für mich. Und trotzdem macht es ja Spaß, damit zu kokettieren.
17:01
Aber das Leiden macht ja auch nur Spaß, wenn du ein Gegenüber hast, was in irgendeiner Form reagiert. Also ich bin zum Beispiel ein sehr schlechtes Gegenüber bei leidenden Menschen. Ich sage dann so, mhm. Und ich merke auch, dass ich total kontrollieren muss, was mit meinem Gesicht passiert, während die mir ihr Leid klagen.
17:16
Ja, ja.
17:17
Weißt du, dann weicht mir auch manchmal so ein scharfes Ausatmen irgendwie.
17:22
Ich bin schon gut umsorgt, muss man sagen. Also um mich wird sich gekümmert, wenn ich krank bin.
17:28
Wie lange seid ihr denn schon zusammen?
17:29
18 Jahre.
17:30
Scheiße, wir auch.
17:31
Da muss ich nochmal nachlegen, oder? Wir sind im 18. Jahr. Ja, ja, wir auch. Wir sind im 18. Jahr. 2009.
17:36
Dann muss ich nochmal ein bisschen deine Frau mal anrufen.
17:38
Vielleicht bitte ich das machen. Gerne. Die Nummer ist, Achtung.
17:43
So, wenn du sie gut umkümmert wirst, dann will ich dann natürlich auch deiner Frau in nichts nachstehen und habe heute wirklich aufgekocht hier.
17:50
Waffeln. Ich gucke die ganze Zeit drauf und denke, Wahnsinn, sieht das gut aus.
17:56
Und jetzt, was stehen da für Schildchen auf seiner Waffel?
17:59
Kill die Waffeln, Matze.
18:01
Nein.
18:01
Und Waffle of Germany.
18:04
Weil du jetzt The Voice machst.
18:05
Ja, nächste Woche geht's los. Elfter, Neunter, 2015. Das ist krass.
18:09
Ich meine, du bist ja schon ein Showpony. Du kennst ja die großen Shows dieser Welt und ich habe viele deiner Sendungen gesehen und liebe sie und schätze sie sehr und schätze deine Art zu arbeiten total, weil du genau das ja so bist, dieses Authentische. Aber Voice of Germany ist tatsächlich für mich nochmal als altes männliches Schlachtross echt nochmal ein Schritt gewesen.
18:27
Aber, also erstens mal mega erfolgreich und dann, du hast ja immer ein Gegenüber, mit dem du redest oder ist es so, dass du mehr oder weniger über, was ist denn genau der Job? Also bist du backstage dann und redest mit den Leuten? Bist du mit der Familie?
18:40
Genau, in den Blind Auditions ist es so, dass man vor allem mit der Familie unterwegs ist, mit den Freunden und so ein bisschen das Ganze mit begleitet. Es geht ja vor allem um die Talente und deren großen Traum.
18:52
Und dann die Frage, drehen die Coaches sich um, ja oder nein?
18:54
Genau.
18:55
Und du bist so ein bisschen der Begleiter der Familie.
18:58
Da würde ich die ganze Zeit heulen.
18:59
Dann heulst du da auch mit, dann leidest du mit, dann freust du dich mit und du manchmal verstehst es auch nicht und denkst, verdammt nochmal, dreht euch doch mal um. Also diese Frage ist natürlich da. Das ist das Erste. Und dann, wenn es dann weitergeht in Richtung Battles und Teamfights und so über die Monate, dann wird die Rolle mehr zum Moderator der Show mit allem, was dazugehört. Das ist schon cool. Total cool. Eine mega Bühne. Und ich bin Fan seit Staffel 1. Liebe dieses Format und das stand tatsächlich nicht auf meiner Karriere-Bingo-Karte für mich so.
19:31
Und als das kam, da war ich wirklich, wirklich, da war ich oder bin ich immer noch der glücklichste Mensch.
19:36
Ja, es ist schon schön, wenn manchmal noch mal sowas kommt, wo man so denkt, ach guck mal, habe ich gar nicht mit gerechnet. Wie bereitet man sich dann darauf vor?
19:43
Naja, also Menschen zu begleiten in ihrem Moment, das braucht ja keine Vorbereitung, das braucht einfach Mensch sein.
19:49
Ja, das stimmt.
19:50
Und dann ist es so, ich bin eine absolute Live-Sau, moderiere wahnsinnig gerne live und habe mich jetzt nicht groß anders vorbereitet als auf andere Dinge.
19:59
Also ich finde jetzt auch, wenn du es jetzt nicht kannst, dann kannst du auch gleich gehen. Am Ende ist ja viel unserer Arbeit, also es ist ganz viel so Rahmensachen, beherrsche ich meine Nerven, bin ich irgendwie gut drauf, kann ich mich auf den Punkt konzentrieren, irgendwie so. Aber am Ende ist es dann nur Stimmung, Zuhören und natürlich muss einem spontan auch mal was passieren.
20:23
oder wie auch immer was Lockeres einfallen. Du musst halt, finde ich, als Zuschauer immer das Gefühl haben, ich gucke da jemandem zu, der sich in dem, was er tut, sicher fühlt. Weil für mich gibt es nichts Schlimmeres, als einem Kollegen zuzugucken, wo ich mir denke, oh, jetzt ist er aufgeregt. Oh, jetzt zittern seine Beine, jetzt zittern seine Hände. Das hasse ich.
20:39
Und Spaß vermittle ich nur dann, wenn ich selber Spaß habe. Ja. Also genau das, was du sagst. Echt sein, Spaß haben, zuhören ist auch für mich ein total wichtiges Credo. Auch in Interviews beispielsweise, dass ich zuhöre, was man gegenüber mir sagt, um daraus eine nächste Frage, ein Gespräch zu entwickeln.
20:57
Aber so funktioniert es ja. Im Privaten kann man ja stundenlang mit jemandem sitzen. Und warum soll es da nicht funktionieren, wenn irgendwie eine Kamera läuft? Aber man muss sich irrsinnig darauf so, ich habe da ewig gebraucht. Weil ich habe immer dann auch gedacht, ich muss den nächsten Punkt machen irgendwie, anstatt einfach zuzuhören.
21:14
Aber vielleicht ist es ja, ja genau, aber das Zuhören ist eigentlich das viel Wichtigere. Also wenn ich jetzt in ein Interview gehe, du bist mein Gast und ich bereite mich, wer weiß, wie, vor, alles mögliche aus deinem Leben und so weiter, dann weiß ich jetzt schon wahrscheinlich 80 Prozent von dem, was ich vorbereitet habe oder 90 Prozent mache ich gar nicht, weil ich natürlich dir zuhöre. Und das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt, zumindest in unserem Berufsleben. Zuhören ist das A und O und das gilt natürlich, das kannst du auf alles übertragen in der Gesellschaft, auf alles übertragen. Und wir hören einander zu wenig zu, deswegen haben wir auch so viel schwarz und weiß und so viel links und rechts und so viele Punkte in unserer Gesellschaft, wo man den Eindruck zumindest hat, dass sehr viel auch gegeneinander geht, weil wir irgendwie verlernen gerade, einander zuzuhören und auch mal eine andere Meinung auszuhalten.
22:00
Also zuhören ist eins, aber ich finde immer zuhören und dann aber auch, was man früher eher gemacht hat, das Beste annehmen, weißt du? Also so, dass man eigentlich zugehört hat und sich gedacht hat, ich weiß glaube ich, was der meint und ich glaube, der führt nichts Böses im Schilde, weißt du? Und inzwischen habe ich eher das Gefühl, man hört dann zu und dann versucht man sich an einem halben Satz, der irgendwie missverständlich war, aus welchen Gründen auch immer, so abzuarbeiten, dass man irgendwie auch so einen gesamten Track Record von jemandem, der eigentlich unbescholten war, dann versucht irgendwie da so, es wird gar nicht mehr mit eingeplant, sondern man sagt dann nur, ja, der hat das und das gesagt.
22:35
Absolut unmöglich.
22:37
Kann doch gar nicht sein. Oder auch in echt irgendwie mit Situationen einfach umzugehen, um nochmal das Ganze ins Lustige irgendwie zu ziehen. Ich habe neulich in der Sendung Wollte ich sagen, wie war denn das? Ein bunter Mix, glaube ich, wollte ich sagen. Und ich habe live und er gesagt, ein bunter Wichs. Ein Riesengelächter und dann aber damit einfach umzugehen. Natürlich ist mir in dem Moment das eher unangenehm und ich dachte, um Gottes willen, jetzt lande ich bei Puffpuff auf dem Knopf und so, ne?
23:03
Mit Sicherheit.
23:04
Aber nicht schlimm, weil das sind ja ganz normale Dinge, die eben einfach passieren können. Und wobei, das ist jetzt wieder ein anderes Beispiel als jetzt zuhören, aber einfach echt sein. Und wie gesagt, auf ein Gespräch mit meiner Mama habe ich mich auch nicht vorbereitet. Nee.
23:21
Ich habe unendlich Lust, mich mit Menschen zu unterhalten. Das Frühstücksfernsehen ist für mich ein Traumberuf. Bei uns?
23:30
Die Waffel ist super.
23:31
Danke sehr. Frühstücksfernsehen machen ist für mich absoluter Traum. Frühstücksfernsehen gucken ist für mich fast so unmoralisch wie Crackrauchen.
23:39
Willst du mal eine Gastmoderation machen? Morgens Fernsehen gucken, das kann man nicht machen.
23:45
Aber Crackraum, weißt du, wie Menschen uns gucken?
23:47
Ja, natürlich. Deswegen kann ich das ja auch sagen, weil ihr morgens irgendwie immer eure 30 Prozent wahrscheinlich habt und total sicher im Sattel sitzt. Aber ich denke mir immer noch, wenn man vor 19 Uhr den Fernseher anmacht, dann ist man sozial verwahrlost. Das darf ich ja sagen, weil ich weiß, wie wahnsinnig erfolgreich ihr seid. Aber Fernseher...
24:06
Frühstücksfernsehen machen, wäre mein Traum. Ja, können wir doch machen.
24:08
Ich habe ja mal unter Martin Hoffmann damals, habe ich mal ein Casting gemacht. 2000 war das vielleicht oder so.
24:12
Haben sie dich nicht genommen?
24:13
Hat der Martin Hoffmann danach zu mir gesagt, was war heute mit dir los? Du warst ja wahnsinnig schlecht heute. Nein.
24:19
Aber wir können doch mal so ein Event draus machen. Wir machen mal so eine Sendung zusammen. Casting, weißt du?
24:23
So ein Casting. Immer 10 Minuten. Ja, 10 Minuten Castingzeit, jetzt On-Air-Casting, weißt du? Barbara, hier 10 Minuten und heute, es kommt drauf an. Dann machen wir das eine Woche lang.
24:33
Ja, wird noch organisiert in diesem Jahr.
24:34
Ja, das wäre lustig.
24:36
Das machen wir.
24:37
Wann halte ich denn die Gelegenheit, mit dir gemeinsam auf einer Bühne zu stehen? Heute Abend Basketball.
24:43
5. September.
24:45
Jetzt fragst du mich, wie viel Ruhe geht. Du kannst ruhig sagen, dass wir heute ein bisschen voraufzeichnen.
24:50
Nein, aber es wäre ja, für alle, die jetzt am ersten Tag hören, ist es heute. Ich bin da immer ganz ehrlich, in jeder Podcast-Aufzeichnung. Aber Erscheinungsdatum ist der fünfte und heute Abend, ich glaube 17.45 Uhr oder sowas, gibt es Basketball Deutschland gegen Mali. Frauen-Weltmeisterschaft, aktuell in Berlin. Die Hallen sind ausverkauft. Das ist nicht dein Ernst. Handball-Weltmeisterschaft?
25:09
Nein, Basketball. Basketball. Frauen. Das ist mit dem Korb, ne? Ja, genau. Gott.
25:14
Cool.
25:15
Das ist das mit dem Korb. Du wärst eine perfekte Expertin.
25:17
Ich bin nichts mit Ballsport. Ich habe ja Tennis-Magazin damals moderiert, ohne zu wissen, was nach 40, 40 beide kommt.
25:25
Beim DSF.
25:26
Beim DSF. Da habe ich genau eine Stunde moderiert, würde ich mal sagen, oder zwei. Und dann haben sie mich aus dem Studio entfernt.
25:32
Da war ich Praktikant.
25:33
Nein. In der Zeit?
25:35
99. Warum haben wir nicht miteinander geschlafen?
25:37
Nein.
25:40
Ich zeige dir mein Foto, wie ich mit 19 war.
25:43
Du warst so 19, als ich da moderiert habe?
25:46
Ich würde sagen, das war 99 hast du das gemacht. Kann das sein?
25:48
Ja, das stimmt. Und da warst du 19.
25:49
So was, ja.
25:51
Da war ich schon ein bisschen älter. Aber gut, okay. Perfekt. Also eigentlich perfekt.
25:55
Wäre eigentlich perfekt gewesen.
25:56
Eigentlich perfekt, ja. Wir haben uns verpasst. Ja, ich hatte wirklich, da muss ich sagen, einer der wenigen Tage in meinem Leben, wo sexuelle, sage ich jetzt mal, Ausschweifungen nicht direkt an erster Stelle standen, weil da war ich schon so aufgeregt wegen dieses Tennis-Themas, weil ich doch gemerkt habe, als ich dann da saß, ich habe eigentlich wirklich, also keine Ahnung, ist zu wenig gesagt. Ich hatte zero Plan und deswegen saß dann am nächsten Tag eben wieder der Jona Siebel da. Das war der Tensexperte des DSF und der hatte sich eh schon gewundert, dass sie mich da ausprobiert haben.
26:22
Aber Jona, großartiger Kollege.
26:24
Großartiger? Absolut. Ich finde ja, Sportkollegen sind immer großartig, weil die können ja wirklich was im Gegensatz zu, sage ich jetzt mal, denen, die halt keinen Sport machen.
26:32
Aber du warst ja damals auch, hast du nicht mal bei Rennen auch irgendwas gemacht?
26:35
Nee, also das war doch noch die Zeit früher, wo man immer Frauen gebeten hat, auch mal zu Rann zu kommen, damit mal ein bisschen weibliches Schnittfutter irgendwie im Studio ist. Aber da habe ich mir schon schnell gedacht, das habe ich der Ruth Moschner überlassen.
26:46
Also du hast von Ruth Moschner war bei Rann? Nein. Gabi Papenburg war bei Rann.
26:53
Nein, dass du halt eingeladen wurdest als völlig Fachfremder. Und dann sollte man sagen, der Mats Hummels, der hat aber tolle Beine und so. Und da habe ich irgendwie mir gedacht, nee, das kann sie nicht bringen.
27:02
Aber der war ja in den 90ern und noch nicht geboren. Egal. Es könnte jetzt stundenlang so weit. Ich merke, du hast von Sport einfach gar keine Ahnung.
27:08
Null. Null. Ich habe auch gar nichts. Ich habe nur das Weltmeisterschaftsfinale dieses Jahr geguckt. Und das 100 Meter Lauf der Herren bei den Olympischen Spielen. Das gucke ich immer. Und ansonsten gucke ich nicht einen einzigen Sportdings hier. Wettkampf.
27:20
Okay, du wärst an meiner Seite fürchterlich gelangweilt. Meine Frau sagt immer, unser Haus, es hört sich immer an wie ein Stadion, weil eine Grundatmosphäre, irgendein Fernseher läuft immer, wo Sport läuft. Irgendwas ist immer da.
27:32
Aber das ist ja wahnsinnig stressig, weil du musst ja immer up to date bleiben.
27:37
Ja, aber weil ich es ja liebe und weil ich interessiert bin. Also ich bin ja wirklich interessiert. Und dann weiß ich dies, das, jenes und ich bin in allen möglichen Sportarten mit dabei. Also ich habe eigentlich zwei große Leidenschaften, Sport und Musik. Ich bin ein leidenschaftlicher Klavierspieler, ich würde das unglaublich gerne besser können. Aber ich liebe das und jetzt im Sport zu arbeiten und in der Musik arbeiten zu können und ich meine auf einmal, weißt du, ich habe mir noch gerade Karten gekauft oder wir im Freundeskreis haben uns Karten gekauft für ein Konzert der Fantastischen Vier.
28:07
Das geht ja nicht mehr oft, oder? Machen die nicht auch Abschlusstournee?
28:09
Abschlusstournee, Sommer 27. Wir, Waldbühne, Berlin.
28:14
Direkt bei mir ums Eck.
28:14
Kannst du vorher bei uns vorbeikommen. Kann ich vielleicht bei dir parken, das wäre nicht schlecht. Das ist an der Waldbühne.
28:18
Ich weiß, ich weiß, was du meinst. Ich weiß, was man will drüber sprechen.
28:23
Und dann lerne ich die auf einmal kennen. Jetzt standen die da vor mir bei Voice of Germany. Zumindest bei Michi und Smudo. Und dann stehe ich da wie so ein kleiner Junge und dann sagen die, hey Kollege, schön dich kennenzulernen. Da haben die gerade Kollegen zu mir gesagt, ach Gott. Da werde ich dann wieder der kleine Junge aus Hagen. Verstehe ich total. Und das sind dann große Momente.
28:40
Aber dass du sagst, Klavierspiel ist meine Leidenschaft, finde ich so toll, weil ich bin ja als Tochter eines Musikers auf dem musischen Gymnasium gewesen und fand Klavierspielen wirklich, wirklich, es hat mein Leben verdunkelt. Weil ich musste das und ich wollte das nicht und ich konnte es auch nicht besonders gut. Und ich finde es so toll, dass man sich ans Klavier setzt. Hast du ein Klavier zu Hause? Hast du vielleicht sogar einen Flügel? Oh, das sehe ich doch vor mir.
28:59
Kann ich dir eine ganz emotionale Geschichte zu erzählen? Ich musste auch als Kind und habe es gehasst.
29:04
Ja.
29:04
Meine Mutter hat immer gesagt, es gehört zu deiner Ausbildung. Und als ich dann alt genug war, elf, zwölf, habe ich gesagt, Schluss, aus Feierabend will ich nicht mehr. Und dann habe ich aufgehört und hatte, wann war das? Ich sage jetzt mal vor zehn Jahren ungefähr, eine Begegnung mit einem, mit dem Pianisten irgendwie von Christina Stürmer. Mhm. Und Christina Stürmer war bei mir im Frühstücksfernsehen zu Gast. Und dann hat er zu mir gesagt, wenn du willst, bringe ich dir jetzt in zwei Werbepausen bei, dass du mit Christina den Song Engel fliegen einsam, dass du sie begleitest, dass du das performen kannst. Bring ich dir in zwei Werbepausen bei.
29:35
Nein. Und da habe ich gesagt, ja wie, aber ich kann keine Note lesen. Und so sagt er, da brauchst du keine Note. Und dann hat er mir das beigebracht mit diesen Akkorden. Und dann hat er gesagt, muss den und den und den Akkord, das hintereinander, zehnmal, ist der Song fertig.
29:45
Mhm.
29:45
Und das hat meine Augen geöffnet. Und dann habe ich gedacht, wie geil ist das denn? Dann bin ich los, an dem Tag noch losgefahren in so ein Klavierstudio, habe ein kleines Elektroklavier gekauft, was dann eine Zeit lang bei uns zu Hause stand. Und so habe ich wieder angefangen Klavier zu spielen und habe mir das wirklich autodidaktisch beigebracht mit diesen Akkorden. Wie geht A, Moll, A-Due, A-Dies, E, irgendwas. So. Und dann habe ich immer mehr gespielt, immer mehr gespielt und habe festgestellt, die meisten Songs kannst du mit drei oder vier Akkorden spielen. Und dann fängt man an so ein bisschen drumherum zu...
30:17
Aber so muss man es auch lernen, weißt du? Du musst dich hinsetzen und wirklich das sozusagen fühlen und du musst Musik theoretisch kapieren. Okay, hier habe ich einen Fuss, hier habe ich keins und so.
30:26
Und jetzt pass auf. Und dann das Klavier, mit dem ich als Kind spielen musste, war ein Flügel. Und der stand in meinem Elternhaus. Und meine Eltern starben und wir mussten vor drei Jahren das Haus auflösen. Und jetzt stand da dieser Flügel. Und dann habe ich gedacht, was mache ich denn jetzt mit diesem Flügel?
30:40
Also wann hat man schon mal ein Haus, wo man sagt, ach den Flügel, den stellen wir doch hier hinten in die Ecke. Also es ist ja schon so, dass ein Flügel ist ja recht groß.
30:46
So, und mein Wohnzimmer ist recht klein. Also habe ich aber einen Kellerraum, einen Wohnkellerraum. Da ist eine Heizung drin und so ein Fliesenboden. Und dann habe ich gesagt, ich hole diesen Flügel nach Berlin. Oh Gott, hast ihn da reingestellt. Dann ist der nach Berlin geholt worden, so ein Klaviertransport. Also hatte ich auch vorher, keine Ahnung, vorhin klappt, aber super. Hat da eine Unmengen Geld gekostet.
31:03
Total, musste dann auch da die Treppe runter und so.
31:06
Nee, nee, gar nicht. War zum Glück, wo so die Garage irgendwie ging das rein, ins Haus, genau. Und jetzt steht dieser Flügel da und ich sitze jeden Tag an dem Flügel, an dem ich vor 40 Jahren als Kind Unterricht hatte.
31:17
Das ist aber toll. Und spielst du nach wie vor deine Sachen? Du komponierst ja selber, also du hast jetzt hier nicht die Czerny-Edition oder den, wie heißt das, grauenvolle, die Hanon-Klavier-Dings. Ich habe immer so die Fingerübungen und so. Nein.
31:32
Das mache ich gar nicht. Ich spiele einfach Akkorde und wenn mir nach Peter Maffay ist, dann spiele ich Petersongs. Wenn mir nach, was auch immer ist, im Moment lerne ich ganz viel Greatest Showman zum Beispiel, liebe ich, höre ich mir zehnmal an, versuche so ein bisschen rumzuklimpern.
31:45
Weißt du, sich selbst auch singend am Klavier zu begleiten, also so was Alicia Keys und so macht oder Tori Amos früher oder so. Ich fand das immer so geil, weil also die Vorstellung, dass man wirklich oder Coldplay, dass du da sitzt und spielst und dich selber begleitest, das Das finde ich wirklich next level.
32:00
Und da ist zum Beispiel Nico Santos, um wieder bei Voice of Germany zu sein, für mich The Godfather. Der macht das ja in einer Art und Weise ganz, ganz, ganz fantastisch. Und mein Traum ist jetzt im Fortgang unserer Voice-Sendungen. Irgendwann. Selber den Fuß in die Tür zu kriegen. Nee, gar nicht, weil ich nicht singen kann. Ich möchte einmal von Peter Maffay, ich möchte nicht erwachsen sein. Oh, ich möchte nicht erwachsen sein. Genau, möchte ich einmal mit der Band zusammenspielen. Ob das dann jemals irgendwo ausgestrahlt wird, weiß ich nicht. Aber ich möchte es einmal machen. Ja, ja, das Ding kann ich. Und ich möchte es mit der Band einspielen.
32:31
Hoffentlich moderierst du noch die zweite Staffel.
32:33
Ja, ich hoffe auch.
32:35
Jetzt habe ich das alles trainiert und geübt und jetzt haben sie mich rausgeschmissen. Nein, ich glaube nicht.
32:40
Also ich hatte das große Glück in meinem Berufsleben, immer da, wo ich hingekommen bin, durfte ich dann immer bleiben. Ja, das war bei mir nicht immer so.
32:45
Also ehrlich gesagt, die ersten.
32:48
Und ich hoffe, dass ich bleiben darf. Ich hoffe, dass ich bleiben darf und das hoffe ich wirklich sehr, weil es unfassbar viel Spaß macht und echt toll ist.
32:57
Also das klingt toll. Ich habe dich eben auch schon spielen sehen und ich, weißt du, wäre jetzt so toll, wem ich jetzt gerade, was ich gestern gesehen habe, Anthony Hopkins zum Beispiel, hat auch so fast klassische Werke irgendwie geschrieben und hat die jetzt mit Gustavo Dudamel und im Zweifel New York Philharmonics oder so aufnehmen lassen. Nein. Doch, ganz toll. Und es klang wirklich, wirklich toll. Man hat immer ein bisschen Angst vor Musik, wo der Komponist noch lebendig ist.
33:21
Also da habe ich viel Schlimmes schon gehört. Aber du machst doch auch Musik und du machst auch so toll Musik.
33:25
Ich bin vor allem sehr klassisch Musik interessiert, sage ich jetzt mal. Ich singe auch und so.
33:31
Ja, aber mit ganz viel Leidenschaft.
33:33
Ja, so viel Leidenschaft, wie in einer 52-jährigen Frau steckt.
33:38
Ich hoffe eine ganze Menge. Was machst du denn jetzt da auf? Was raschelt denn jetzt hier so?
33:41
Siehst du nicht, wie leidenschaftlich ich bin? So, keine Ahnung, was ist das?
33:44
Eine Kapitänsmütze.
33:45
Oh, scheiße, jetzt habe ich... Ich glaube, das war falsch.
33:50
Ich hätte erst die... Warte.
33:54
Du hast das Spiel vorbereitet. Ich war so lange im Feriennetz, ich weiß nicht mehr, wie es geht. Jetzt passt auf. Ihr beide, liebe Barbara, lieber Matthias, ihr habt denselben Traum. Ihr wollt aufs Traumschiff. Nicht in Urlaub, aber in die Serie. Aber an Bord ist nur noch eine Kabine frei. Deshalb müsst ihr gegeneinander antreten. Ihr spielt heute Schiffbruch oder Durchbruch. Wir testen jetzt, wer von euch auf hoher See wirklich eine gute Figur macht. Dafür müsst ihr euch durch verschiedene Fragen und Aufgaben schippern. Wer kennt sich aus und wer würde schon beim ersten Captains Dinner unangenehm auffallen? Am Ende entscheidet sich Traumschiff oder Tretboot.
34:24
Wir sind gespannt. Die seefeste Redaktion.
34:27
Ganz herzliche Grüße an deine Redaktion. Das stimmt, oder? Ich habe das neulich, ich habe das im Scherz neulich einmal gesagt.
34:32
Ja.
34:32
In unserem Podcast mit meiner Kollegin Karen.
34:35
Ja.
34:35
Weil ich hatte eine Gastrolle in der Landarztpraxis. Weiß ich doch, da hast du dich selber gespielt. Habe ich mich selber gespielt.
34:40
Ja, aber du musst jetzt Next Level.
34:41
Und dann habe ich gesagt, du musst jetzt jemand anderes spielen. Ich muss aufs Traumschiff.
34:45
Ja.
34:46
Ja, möchte da irgend so, keine Ahnung wen spielen. Ein Heiratsschwindler. Schau dich doch mal an. Ein Deckoffizier. Nein, du bist ein unseriöser Typ. Ich bin so ein unseriöser.
34:54
Den man erst toll findet und sagt, Perfekter Schwiegersohn und dann stellt sich hinterher heraus, du bist nur aufs Geld der Frau aus oder irgendwie sowas.
35:00
Das sind ja schlichte Geschichten, sage ich mal. Ist es eine ältere Frau?
35:03
Ja, warum nicht?
35:05
Ich frage ja nur.
35:05
Hättest du was dagegen?
35:07
Vielleicht.
35:07
Wo beginnt denn älter?
35:09
Nee, ich meine jetzt einfach für die Geschichte.
35:10
Achso.
35:11
Ja.
35:11
Okay. Und wo würde bei dir jetzt älter beginnen?
35:15
Immer wenn ich feststelle, dass ich auch schon 46 Jahre alt bin, würde ich heute, schön, dass du mitschreibst. 46 ist er, genau. Gefangen im Körper eines 30-Jährigen. Das eint uns ja so ein bisschen.
35:28
Das stimmt wirklich.
35:29
Mein Gott, ich bin so gut im Schuss. Aber kennst du das nicht, dass man im Kopf mit 28 stehen geblieben ist?
35:35
Total. Also ich erzähle es ja immer. Ich laufe so an so Schaufenstern vorbei und denke mir, ich will so bleiben, wie ich bin. Und dann denke ich mir, jetzt mache ich so einen modelartigen Schritt nach vorne und dann gucke ich einmal mit den Haaren zu fliegend irgendwie und dann sehe ich schon, wie sich bei so einem Boxer oder so einem, keine Ahnung, so einem Bluthund irgendwie meine Backe sozusagen über mein Gesicht fliegt, wenn ich mich schnell umdrehe. Und dann denke ich mir, ach so sehe ich jetzt aus. Also ich meine, es ist ja alles noch im Rahmen, aber ich meine nur, man ist halt nicht mehr so, wie man sich im Kopf Du, ich habe oft bei so Leuten, die ich nicht mehr gesehen habe, weißt du, alte Affären oder keine Ahnung, die du halt gesehen hast, zuletzt mit 25, dann siehst du die und dann ist man ja wirklich so, man hat ja die so in Erinnerung und auch sich selber und denkt, man ist so geblieben und dann das wieder abzugleichen, das ist voll gar nicht so einfach.
36:21
Klassentreffen, brutal. Du denkst als Einziger, du bist so geblieben, wie du warst und alle anderen sind alt geworden.
36:25
Aber darf ich jetzt mal was sagen? Also nichts gegen meine Klasse und das ist fantastisch. Aber da sind schon auch, du merkst dann schon den Unterschied zwischen, okay, die Arbeit beim Fernsehen oder die Umarmtbäume. Also wir haben da alles dabei. Und da merke ich dann natürlich schon, dass wenn man gewohnt ist, gerade zu stehen und, sag ich mal, so minimales Make-up aufzutragen oder so, ist man dann schon irgendwann mal leicht im Vorteil.
36:47
Absolut. Und es gibt auch die ein oder andere Frau, die ich dann wieder getroffen habe nach 30 Jahren, wo ich gedacht habe, in die ich sehr verliebt war. Gut. Dann denke ich ganz heimlich, also bei ganz wenigen, die ein oder andere hört es vielleicht wirklich, du bist nicht gemeint. Aber da bin ich dann froh, dass der Zug ohne mich aus dem Bahnhof gefahren ist. Das hätte ich mir mit 18 nicht vorstellen können, aber...
37:06
Wobei, wenn es gut war früher, ja, und manchmal war es ja gut, dann würde ich jetzt, wenn ich jetzt nochmal Bedarf hätte, ich würde nie was Neues suchen. Ich würde immer wieder zurückgehen zu denen, wo es schon mal damals irgendwie ganz okay war.
37:18
Tatsächlich. Aber da habe ich mir noch gar keine Gedanken drüber gemacht.
37:20
Ja, weil jetzt neu nochmal so aufreißen, das ist ja auch so kompliziert. Da würde ich ja lieber anrufen bei denen von früher und sagen, du, ich bin jetzt in der Gegend und so, wie schaut es aus? Ich bin durch Zufall. Ja. Ach ja, wir sind hier ganz weg vom Traumschiff. Also, es ist ein Wissenstest offensichtlich. Ich habe auch keine Ahnung. Öffnet bitte zuerst den Umschlag vor euch und setzt euch das maritime Dienstaccessoire auf den Kopf. Ach siehste, dann war das jetzt doch richtig. Ich dachte, das ist die Lösung.
37:45
Also wir haben beide den Traum, das wusste ich bei dir nicht. Du warst noch nicht auf dem Traumschiff.
37:52
Oh Gott, Matthias, du kannst ja auch so. Ein Offizier und Gentleman.
37:57
Absolut, ich mach noch ein bisschen größer.
37:58
Hast du einen sehr großen Kopf?
37:59
Weiß ich nicht, aber irgendwie mit diesem Kopfhörer jetzt. Das muss natürlich jetzt geil aussehen für alle, die uns Video gucken.
38:04
Ja, aber ist schon gut. Bisschen Micky Beisenherz goes Richard Gere, würde ich sagen.
38:11
Schöne Grüße an Micky an dieser Stelle.
38:14
So, jetzt pass auf. Sing bitte einmal die Traumschiff-Melodie.
38:18
Ach du Scheiße. Das ist die englische Nationalhymne. Nein, das ist die Traumschiff-James Last.
38:39
Ja, das ist ungefähr. Können wir stattdessen die... Ja, das ist die Träumschirme, oder die? Also ich glaube, ich soll es nochmal anmachen.
38:49
Und zu der Gelegenheit kommt der Florian Silbereisen und sagt... Ja, kommt der raus.
38:54
Und das andere ist natürlich... Das ist das, wenn sie mit der Eistorte mit der Wunderkerze am Ende kommen.
39:06
Ach, sag mal, du bist aber echt im Thema. Könnte ich vielleicht stattdessen die Filmmusik von Denver klaren? Ja, okay. Oder Schwarzwaldklinik kenne ich noch.
39:19
So, also okay, ein Punkt für dich. Tut überrascht, weil ihr eurem Jugendschwarm nach 35 Jahren plötzlich auf dem Traumschiff wieder seht.
39:31
Barbara, nein. Du hast dich ja gar nicht verändert. Und dann würde ich sagen, mein Körper hat sich nicht verändert, seit wir uns zuletzt gesehen haben.
39:39
Nur mein Geist ist gewachsen, alles andere ist so klein wie früher.
39:44
Was passiert immer beim Captain's Denner?
39:47
Das ist wundervoll. Kapitän Prager hält eine Rede und fasst noch einmal die letzten anderthalb Stunden metaphorisch ein wenig zusammen. Ach, ist das so? Keine Ahnung, da war zum Beispiel der Heiratsspindler, der dann aufgeflogen ist, weil er die ältere Frau abziehen wollte. Und dann würde Kapitän Prager sagen, Nicht immer ist es so, wie es am Anfang scheint.
40:14
Das ist genau der Satz, den er sagt. Aber der Florian, der würde den so betonen, dass das fast ein bisschen sinnentstellend ist. Aber so ungefähr.
40:23
Nicht immer ist alles so, wie es scheint.
40:27
Das ist ganz toll. Wie heißt der Kapitän des Traumschiffs in der Serie? Haben wir schon geklärt?
40:31
Kapitän Prager.
40:31
Und wie heißt er mit Vornamen? Das weiß ich jetzt nicht. Aber egal. Prager. Was ist Luf und was ist Le?
40:37
Luf kommt es aufs Boot. Und Le ist vom Wind abgewandt. Spuckst in die See. Ist das so? Hast du dir das so gemerkt? Wenn du ins Luf kotzt, dann kommt die Kotze aufs Boot. Dann fliegt sie dir ins Gesicht. Wenn du ins Le kotzt, dann fliegt sie quasi mit dem Wind weg.
40:58
Also das hätte ich auch gesagt. Lee ist die Seite, die dem Wind zugewandt ist.
41:01
Abgewandt. Zu? Naja, da geht es ja weg vom Wind.
41:05
Ja, aber wenn hier das Segel ist und da kommt der Wind hin, dann fliegt doch die Kotze ans...
41:09
Es kommt drauf an, wo ich stehe. Du stehst auf dem Boot.
41:14
Wo kotze ich denn hin? Richtung Segel oder Richtung...
41:16
Nee, aber vergiss das Segel, sondern es geht ja darum, wo der Wind herkommt.
41:20
Ja, aber es kommt ja auch darauf an, wo ich stehe.
41:23
Genau, Luf ist, wenn es ins Segel reingeht und Le ist vom Segel weg.
41:27
Der Windabgewandenseite sozusagen. Können wir dazu mal ganz kurz den Fachmann aus der Kabine Nummer 3 hören? Maurice, ist das eine richtige Erklärung? Ja! Super! Wie viele Knoten sind 20 kmh?
41:40
Ist es weniger als die Hälfte? Beim Fliegen ist es 1,852. Wie viele Knoten sind 20 kmh? So rum ist es nämlich gemein. 11?
41:52
12?
41:55
Nein. Richtig, ne?
41:56
Du bist doch verliebt in den Matthias. Deswegen sagst du bei allem richtig. Das kann ich nie im Leben. Aber okay, gut. Wir haben einen Punkt. Wie viele Morde gab es?
42:04
Ich habe ja mal einen Pilotenschein gemacht. Flugzeugfliegen. Naja, nicht mal. Du fliegst ja immer. Ja, aber das wäre jetzt peinlich gewesen, wenn ich das nicht weiß.
42:11
Ja, stimmt natürlich nicht, dass sie dir wegen unserem Podcast die Lizenz aberkennen. Vielleicht steht hier gleich so ein Typ.
42:16
vom Luftfahrtbundesamt.
42:17
Guten Tag.
42:18
Maja Schulze vom Luftfahrtbundesamt. Fahren Sie mal lieber auf dem Traumschiff, junger Mann. Aber lassen Sie mal den Himmel in Ruhe.
42:26
Wie viele Morde gab es seit 1981 auf dem Traumschiff? Nicht viele, glaube ich. Kommt da häufig jemand zu Tode?
42:34
Ich glaube kein Morde auf dem Traumschiff. Ich habe natürlich seit 1981 alles gesehen. Das war bei uns. Früher war das Lagerfeuer zu Hause. Traumschiff gucken.
42:40
Ich würde sagen, nicht viele. Da wurde nicht viel gemordet. Nehmen.
42:43
Wurde mal einer über Bord geworfen. Ich meine, Sascha Hehn ist mal von Bord gesprungen, das fand ich geil.
42:47
Ja, aber der ist ja auch immer so ins Erdberg, in den Golf Cabrio vorgesprungen. Ohne die Tür aufzumachen. Das muss ich sagen, war ich schon...
42:54
Wir sind beide fernsehtechnisch gleich sozialisiert worden.
42:57
Total, obwohl du deutlich jünger bist.
42:59
Naja, sechs Jahre. Sechs Jahre war das. Nichts, oder?
43:02
Ich würde sagen, ganz wenig. Jetzt lass uns mal, drei.
43:05
Ich sage 15.
43:06
15. Er sagt 15, ich sage drei.
43:10
Siehste, da wollte keiner, das machen die nicht, weil da so um die Weihnachtszeit rum wollen die Leute nichts mit Morden. Von euch aus gesehen, wo ist Nordosten? Oh, das ist jetzt interessant.
43:20
Also das ist relativ, also Nordosten ist ja, also.
43:24
Ja, von uns aus gesehen, aber jetzt hier, wie wir hier sitzen. Also ich meine, da ist Nordosten, würdest du sagen.
43:29
Für dich nach da.
43:30
Würdest du sagen, da ist Nordosten? Ja, das würde ich auch sagen. Ich würde ein bisschen mehr so sagen.
43:33
Nee, da ist Westen. Da, wo du hin zeigst, ist Westen.
43:35
Aber dann kann Nordosten nicht da sein, wo du hinzeist.
43:37
Ach nee, Quatsch mal, warte mal so.
43:39
Da ist Nordosten?
43:40
So ist richtig. Moment, da ist Norden. Also ich gucke dich an nach Norden. Das heißt, über den Monitor hier hinweg ist Nordwesten. Warte mal.
43:47
Maurice, was wolltet ihr wissen? Unsere geografische Lage oder grundsätzlich? Und? Wo ist es?
43:54
Keine Ahnung. Keine Ahnung.
43:55
Naja, das weiß er. Da hört es dann wieder auf, weißt du? Ja. Im Umschlag liegt ein Seil, nehmt es heraus und macht einen Seemannsknoten. Oh Gott, wir haben uns das doch kein Seil. Das ist eine Federbohr. Das kann ich nicht. Doch, kann man nicht so ein... Also ich mach zum Beispiel auf, wenn ich hier so ein... Ich hab ja viel mit Boots. Schlaufe? Ja, so eine Schlaufe. Bist du eine Bootsfahrerin? Null. Ich couldn't care less. Also es gibt für mich nichts Schlimmeres als... Ja, das ist gut, was du da gemacht hast.
44:19
Das wäre jetzt so eine Schnellschlaufe, wenn ich irgendwo, ne? Und dann kann ich die zuziehen.
44:23
Kann man das auch beim Fliegen, dass du das so... Kann man die zuziehen?
44:26
Okay. So würde ich jetzt eine schnelle Schlaufe machen.
44:28
Das ist eine Krawatte, die du da gemacht hast.
44:29
Das ist eigentlich ganz gut, ne? Ich krieg die aber... Warte mal, krieg ich da auf. Nee, kriegst du nicht überhaupt...
44:33
Du kannst ja wirklich alles tragen. Du hast in allen Punkten gewonnen. Du bist absoluter Sieger. Können wir jetzt Applaus einspielen? Ich glaube, nichts ist nicht vorbereitet, weil noch nie hat jemand hier so gut abgeschnitten wie du.
44:44
Aber du, für eine Traumschiffrolle mache ich alles. Wunderbar. Können wir da abnehmen? Ich nehme sie gerne.
44:50
Ich weiß nicht, ob du es behalten darfst. Ich glaube, da sind wir nicht so großzügig mit. Du sag mal, du bist Waldbesitzer in Hagen. Hast du einen Borkenkäfer?
45:02
Wirklich?
45:03
Wie war der Sommer?
45:04
Ich meine jetzt aus unserer Sicht als Landwirte.
45:07
Wie hast du es erlebt und was sind die Herausforderungen für den Landwirt bzw. Forstwirt?
45:11
Also mein Vater war wirklich passionierter Forstwirt und hatte eben aus einem alten Familienbesitz diesen Wald.
45:20
Und 2023 habe ich das dann geerbt und habe seitdem sehr viel Freude damit. Aber es kostet unfassbar viel Zeit und vor allem Geld. Denn der Wald in Nordrhein-Westfalen, also zumindest bei uns, ist brutal kaputt. Zum einen durch viele Stürme und zum anderen durch eben den Borkenkäfer. Genau das, was du ansprichst. Und ich habe jetzt im...
45:40
Frühling, die erste Baumpflanzaktion gemacht und dann haben wir noch eine gemacht und haben wirklich einige tausend Bäume gepflanzt.
45:47
Wie macht man das?
45:48
Man kauft kleine Setzlinge.
45:50
Ja, wie groß ist so ein Setzling und was kostet so ein Setzling?
45:52
10 Zentimeter, 2,50 Meter.
45:54
Und 2,70 je nach Baum. Und ich falle uns zum Beispiel fast gar nicht mehr die Fichte, weil die zwar sehr schnell wächst, aber in den jetzigen klimatischen Bedingungen schwierig, viel zu anfällig ist.
46:05
Was sind denn jetzt die Bäume, die man pflanzen muss?
46:08
Douglasie, Rotbuche, Traubeneiche, widerstandsfähige Bäume, ganz wichtig. Und ich war jetzt noch nicht wieder da, nach diesen zwei Hitze, wahnsinnigen Zwei-Hitze-Perioden. Ich habe keine Ahnung, ob die Bäume, ich habe sie das letzte Mal im Juli besucht, Ob die Bäume jetzt alle kaputt gegangen sind oder nicht, keine Ahnung, weiß ich da nicht. Aber es ist eine ganz schwierige Situation. Für mich ist es, wie gesagt, ein liebevolles Hobby, was der liebe Gott mir irgendwie gegeben hat. Aufgrund einfach meiner Familiengeschichte und ich versuche diesen Wald irgendwie wieder aufzubauen und schön zu machen für die nächste Generation.
46:41
Ich selber werde davon wahrscheinlich nie irgendetwas haben, außer dass es mich Geld kostet.
46:45
Und mache das aber gerne und habe damals entschieden, das zu behalten. Ich hätte es ja auch verkaufen können, aber ich habe das dann irgendwie so als Lebensaufgabe für mich neben meinem normalen beruflichen Leben gesehen und dachte, ich will das behalten und ich will versuchen, da was Gutes zu tun.
47:00
Ist so eine Tradition, da hätte ich mich immer früher, hätte ich gesagt, interessiert mich nicht, ist mir egal und so. Das finde ich jetzt total toll.
47:08
Kommt mit dem Alter oder kam bei mir mit dem Alter. Ich habe dann auch etwas gemacht, was heute für mich ein ganz wichtiger Happy Place ist. Ich habe in diesem Wald, das ist in Nordrhein-Westfalen südlich von Hagen, da ist es schon sehr bergig, so Sauerland, habe ich eine Bank aufgebaut, eine Bank hingestellt, richtig massiv. Die auch nicht kaputt gemacht wird mit einem Schild, ein Gedenken an meine Eltern, wie für mich so ein kleiner Grabstein. Und da sitze ich dann jedes Mal oder meine Schwester, wir beide ist für uns ein ganz wichtiger Ort und viele, viele Menschen haben mir schon geschrieben, die eben da gewesen sind und die dann entweder meine Handynummer noch von früher haben oder über Instagram oder so.
47:44
Und das ist etwas, wo ich mich jedes Mal freue, wenn mir jemand schreibt, ich bin gerade auf dieser Bank. Und das ist ein Ort, der mir sehr viel bedeutet. Und diese Heimat bedeutet mir sehr viel. Als ich 20 war, war mir das alles völlig scheißegal.
47:56
Total. Weg aus Hagen. Und zwar mit dem ersten Zug irgendwo hin. Das konnte ja auch nicht groß genug sein, oder? Also man wollte dann gleich Berlin, weil unter dreieinhalb Minuten mache ich es nicht.
48:07
Bei mir war es die AIDA. Da sind ja auch fast drei Millionen Leute drauf, muss man sagen. Und dann ist eben im Laufe der Jahre ist es immer wichtiger wieder geworden und spätestens dann, das ist auch ein bisschen komisch manchmal im Leben. Erst nach dem Tod meiner Eltern habe ich erkannt, wie wichtig dieser Ort mir ist, was manchmal auch ein bisschen schade ist oder was ich als sehr schade empfinde. Und da habe ich auch manchmal zu hadern mit mir, aber es ist einfach, wie es ist.
48:35
Aber wenn es auch so ein Stückchen Erde ist, also ich finde ja so ein Stückchen Land, einfach zu wissen, das gehört jetzt mir und da kann ich irgendwie dafür sorgen, dass das intakt bleibt. Das finde ich zum Beispiel einen tollen Gedanken. Und kannst du dir auch vorstellen, um die Bank irgendwie so mal ein Haus zu bauen, eine kleine Hütte und dann auch da wirklich so auf ganz kleiner Flamme,
48:55
Ich finde ja auch immer toll, man braucht ja gar nicht fließend Wasser und Strom.
48:58
Gibt es da oder ist es da? Gibt es schon. Gibt es tatsächlich ein wunderschönes Haus mitten im Wald, was wir vermietet haben, eine Hütte. Das gibt es und ich habe da auch noch meine kleine Wohnung.
49:11
Ich habe da schon einen Ort, wo ich sein kann und Meine Schwester und ich haben einen alten Dachboden da uns wieder ausgebaut zu einer Wohnung, so mit Ikea-Küche und wir treffen uns bei der Dose Ravioli. Das hat ein bisschen was wir früher im Studentenleben und das ist für uns ein wichtiger Ort. Finde ich toll. Aber ich glaube nicht, dass ich da in meinem Leben nochmal leben werde. Nein. Also mein Leben findet hier statt in Berlin, da bin ich jetzt 20 Jahre und das, aber Heimat bleibt Heimat und zu Hause ist eben, zu Hause ist Berlin, aber Heimat bleibt natürlich Hagen.
49:44
Wann hast du angefangen, wann hast du Flugschein gemacht? Also das finde ich ja, das finde ich, also es ist so wie in New York leben oder so. Ich finde, ein Flugschein machen ist für mich sowas, das machen nur ganz reiche Leute, die total ausgeflippt sind.
49:57
Ja, ist aber ein, also wenn du dich, sobald du dich auf einen Flugplatz begibst, wirst du sehen, da sind ganz normale Menschen. Ja. Und auch nicht alle reich oder alle wer weiß was.
50:06
Ja, der Flugschein kostet schon 15.000.
50:10
Die brauchst du schon. Ich habe über ein Jahr gebraucht. Das war immer mein Lebenstraum und ich habe das 2021 angefangen. Ein Jahr gebraucht.
50:17
Also 2021 hast du gesagt, jetzt will ich fliegen. Warum wolltest du fliegen?
50:21
Weil ich es immer machen wollte.
50:23
Ist das für dich so dieses über den Wolken und Freiheit und die Welt von oben anschauen und so?
50:28
Über den Wolken, alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, bleiben darunter verborgen. Welche Ängste und Sorgen hast du denn? Reinhard May. Es ist ja nur eine Metapher, aber das Bild ist wirklich so. Sobald du da hochgehst, ist alles andere egal. Und ich wollte nie fliegen, um von A nach B zu kommen. So nach dem Motto, ich habe jetzt irgendwie die Möglichkeit zu fliegen, ich fliege jetzt zum Job, ich muss nach Köln, ich fliege jetzt nach Köln.
50:49
Da muss ja auch anders ausgestattet sein.
50:51
Wäre ich in der Lage, mache ich aber nicht, sondern ich fliege eher so um Berlin rum und das jetzt auch nicht jeden dritten Tag, sondern das ist dann schon etwas Besonderes. Aber dieses Hobby kostet natürlich auch ein paar Euro, aber um auch mal eine Zahl zu nennen, so roundabout inklusive Sprit und allem drum und dran, wenn du ein Flugzeug charterst, kostet das ungefähr so 200 Euro.
51:10
Achso, ich dachte so.
51:11
Die Stunde. Achso. Aber eine Stunde ist auch schon, also in der Stunde bin ich auf Usedom. So, dann fliege ich nach Usedom und zurück, zwei Stunden, 400 Euro. Ja, ist ein teures Hobby.
51:22
Ja, aber es ist jetzt nicht so, dass man sagt, scheiß Privatflieger, Arschlöcher, ihr zerstört alles und seid Bonzen.
51:29
Genau und das Schöne ist, die Menschen, die ich da kennengelernt habe und die ich auf dem Flugplatz treffe, ganz normale, tolle Menschen.
51:37
Ich kenne auch ein paar Leute, denen das wichtig ist, so einen Flugschein zu machen, weil sie auch sagen, dieses Freiheitsgefühl und dieses Fliegen und über den Wolken sein und so, das hat sie irgendwie geflasht. Ich glaube, man kann dann einfach so Mitglied in so einem Verein sein. Irgendwo, da gibt es wohl südlich von Potsdam irgendwie so einen Platz und dann kann man da hinfahren und dann hat der Verein halt fünf Flugzeuge und die kannst du dann halt nutzen.
51:57
Ungefähr so oder in Schönhagen wiederum, das ist auch südlich von Berlin, ein sehr schöner Flugplatz, dann kann man da eine Maschine chartern, musst du natürlich vorher Einweisungen drauf fliegen und so weiter.
52:06
Und bist du dann da ganz alleine im Cockpit und ist schon mal deine Familie mitgeflogen?
52:11
Nein.
52:12
Und ich kann dir auch sagen, warum.
52:15
Weil der Papi immer so nervös wird, wenn er unter Druck ist.
52:18
Nein, aber wirklich, meine Frau hat halt Flugangst. Das war von vornherein klar, dass das ein Hobby sein wird, was ich eher so für mich haben werde.
52:27
Deswegen hast du es ja auch ausgewählt.
52:29
Genau.
52:29
Damals, kurz nach Corona. Ja, nein.
52:32
Nein, aber ich habe das tatsächlich über viele Jahre in mir drin gehabt und habe es nicht gemacht und habe dann irgendwann, war ich schon an so einem Punkt, dass ich gesagt habe, doch, ich wünsche mir das so sehr, ich will das jetzt machen.
52:41
Ja, aber das ist ja dann total toll. Wir hatten noch einen Flugschein, hat nicht auch Jens Riva einen Flugschein oder so?
52:47
Keine Ahnung, Ray Garvey hat einen Flugschein. Ray und ich, wir haben da oft drüber gesprochen.
52:53
Hier, Ding, Smudo?
52:55
Smudo hat ein richtig geiles Flugzeug. Der ist richtig unterwegs mit von A nach B und dann hier hin und da hin.
53:02
Der ist auch wetterunabhängig. Ich bin ja wetterabhängig.
53:04
Du musst gucken, dass du noch Sicht hast. Beim Smudo, der fliegt durch die Wolken und da sagt der Computer, wo er hin muss.
53:11
Das ist ja eine ganz andere Kategorie als wir.
53:14
Aber toll ist der. Das ist ein richtiger Star.
53:16
Finde ich übrigens auch. Wenn manchmal so Leute kommen, es gibt ja, Deutschland ist ja nicht so gut mit seinen Stars, muss man jetzt ja mal sagen. Und das finde ich immer so ein bisschen schade, weil wenn man sich auch manchmal so Konzepte in Amerika anschaut, dann denkt man sich, ja, dann kommt da Tom Cruise und springt da rum und Ding und dann Sandaya macht irgendwas und dann denkt man sich, wer sollte das dann jetzt nochmal in Deutschland sein? Und da sind wir irgendwie nicht so, weil wir die auch nicht so feiern, unsere Stars irgendwie.
53:39
Oder auch schnell fallen lassen. Also da gibt es ja genug Beispiele auch.
53:42
Aber der Smudo ist es.
53:44
Ja, die Fantas insgesamt.
53:45
Insgesamt, finde ich auch.
53:46
30 Jahre?
53:47
Ja.
53:47
So was sind die da? Nee, länger.
53:49
Viel länger.
53:50
Viel länger. Mitte 80er?
53:52
Ja, das sind leider schon 40.
53:53
Wirklich? 30 Jahre. Scheiße, das sind ja schon 40. Da sind wir wieder an dem Punkt mit dem Altwerden.
54:00
Man verrechnet sich gerne mal um Jahrzehnt. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir schon sehr alt sind. Vor 20, ah nee, vor 40 Jahren.
54:07
Verdammt.
54:08
Die sind schon großartig.
54:09
Lass uns doch schnell über deinen Podcast reden. Karin Heinrichs und du, ihr macht Redebedarf. Immer in dieser Konstellation. Du und sie.
54:18
Nur sie und ich.
54:19
Worüber redet ihr?
54:20
Über das Leben. Im Prinzip laden wir ein, an einen Küchentisch zu kommen. Ähnlich wie wir beide jetzt. Wir machen das natürlich jede Woche mit anderen fantastischen Gästen. Aber am Ende ist es ja auch ein Miteinander wie am Küchentisch. Und wir machen das einfach Woche für Woche für uns.
54:32
Und redet so auch, was bei euch passiert ist, die Themen, die so los waren.
54:35
Völlig unvorbereitet. Völlig. Und wir haben, seit wir diesen Podcast machen, seit einem halben, dreiviertel Jahr, haben wir mehr Kontakt als vorher. Weil wir zumindest einmal die Woche uns treffen für diesen Podcast.
54:47
Und der heißt Redebedarf ist in unserer Frühstückssendung entstanden, weil wir beide gesagt haben, wir haben hier zu wenig Redezeit, weil wir diese ganze Zeit irgendwelche Fernsehbeiträge anmoderieren müssen. Aber wir würden doch so gerne einfach mal von uns erzählen. Und dann haben wir gesagt, dann machen wir einen Podcast, nennen den Redebedarf und dann legen wir mal los. Super. Und das machen wir mit viel Freude und das macht großen Spaß und wir haben einfach einen Laber-Podcast.
55:08
Ja. Das macht ja auch Sinn. Macht nicht der Boschmann auch einen Podcast?
55:12
Der hat zum Beispiel einen Podcast-Zahltag. Genau. Der kümmert sich um so Zahlen der Woche.
55:17
Stimmt, genau. Und die Louven ja auch.
55:19
Die hat wieder Gäste, so wie du. Genau. Aber somit sind wir ja genremäßig voneinander getrennt, was ja gut ist.
55:27
Ja, finde ich auch nicht alles das Gleiche, aber ich finde es halt auch, es macht einfach Spaß zu reden. Total. Mit dir hat es auch so viel Spaß gemacht.
55:34
Sind wir schon fertig. Ach, das ist aber traurig.
55:36
Gibt es noch irgendwas Wichtiges, was wir vergessen haben?
55:39
Ich danke dir, dass ich hier zu Gast sein durfte.
55:41
Vielleicht kommst du ja nochmal zum Frühstück zu mir. Frühstück bei Barbara. Ja, machen wir auch. Es war ganz toll mit dir. Alles Gute. Und wie sagt man unter Fliegern? Gibt es da so ein, dass man sich so zuwinkt, wenn man sich irgendwo in der Luft so zuwinken kann, dass es der andere erkennt.
55:58
Das sind die Surfer. Aber guten Flug, gute Landung.
56:02
Guten Flug, gute Landung. Danke Matthias Killing. Dankeschön.
56:09
So, das war aber sehr schön, wie ich es mir vorgestellt habe. Und Ina, wir können jetzt schon anbieten, dass es in der nächsten Woche ja ganz genauso toll bleibt. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, als wenn wir gerade so eine Hottie-Skala durchgehen.
56:24
Und wir geben es offen zu, wir haben gerade ein bisschen wenig Frauen als Gäste, weil der nächste ist schon wieder ein Mann.
56:29
Ja, du, ich meine, es ist schrecklich, aber so ist es eben. Und zwar Steven Gäthien. Der wird in einer Woche bei uns sein. Ist ja mein lieber Kollege bei der NDR Talkshow, den ich fantastisch finde. Also man kann mit dem so gut zusammenarbeiten. Und der ist so, dass man den immer so anguckt und sich so denkt...
56:46
Da gibt es keinen Fehler. Der ist doch ganz lieb, oder?
56:49
Ja, aber der sieht eben auch gut aus.
56:50
Der ist auch politisch unkorrekt. Der ist auch sehr lustig. Der ist gut gekleidet. Der macht alles genau richtig. Und man denkt sich so, wo ist der Fehler? Werden wir alles besprechen. Nächste Woche bitte einschalten.
57:01
Mit den Waffeln einer Frau. Ein Podcast von Barbaradio. Das Radio von Barbara Schöneberger. In der Barbaradio App und im Web.