Sternstunde Philosophie

Sternstunde Philosophie

Vertiefende Gespräche mit herausragenden Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik. Die Sternstunde Philosophie vermittelt lebensnahe Denkanstösse zu zentralen Fragen unserer Zeit.
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Zusammenfassung der Episode

In diesem Gespräch reflektiert die Schriftstellerin Gabriele von Arnim über das Älterwerden, den Wandel des Selbstbilds und die philosophische Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit. Sie thematisiert den Abschied von körperlichen Fähigkeiten sowie die Freiheit, die aus dem Verzicht auf gesellschaftliche Erwartungen entsteht. Darüber hinaus diskutieren die Gesprächspartner über die Bewältigung von Lebensveränderungen, persönliche Erfahrungen mit Verlust und Pflege sowie die Bedeutung von Verantwortung in einer unsicheren Welt. Die Autorin betont dabei den Wunsch nach einem geklärten Ende und die Aufgabe, Zuversicht und Freude als Kraftquelle an die nächste Generation weiterzugeben.

Kapitel

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Highlights

Abschied ist ja fast immer auch ein Aufbruch und immer ein Neuanfang.

00:01:21 · Die Sprecherin beschreibt die positive, dynamische Seite des Abschiednehmens als Prozess der Erneuerung.

Seitdem ich das begriffen habe, habe ich auch die Vergänglichkeit auf eine ganz andere Art und Weise begriffen. Am eigenen Leib.

00:07:31 · Sie unterscheidet zwischen reinem theoretischem Wissen über die Sterblichkeit und dem tiefen, körperlichen Erlebens der Vergänglichkeit.

Und zwischen Situation und Reaktion liegt unsere Freiheit.

00:27:00 · Unter Bezugnahme auf Viktor Frankl erläutert die Sprecherin ihre Philosophie der Verantwortung gegenüber den eigenen Reaktionen auf unveränderliche Lebensereignisse.

Weil in dem Moment, in dem ich mich mit Abschied beschäftige, beschäftige ich mich ja auch mit dem Leben.

00:38:02 · Die Sprecherin verdeutlicht den Zusammenhang zwischen der bewussten Wahrnehmung von Endlichkeit und der Intensität des Lebens.

wir Alte hätten eine einzige Aufgabe und das sei to fill ourselves with joy and give it off to family, friends and others.

00:55:46 · Die Interviewte beschreibt ihre persönliche Mission, Freude und Heiterkeit als Kraftquelle für die jüngere Generation weiterzugeben.

Folgen

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Wie geht Abschied?

In diesem Gespräch reflektiert die Schriftstellerin Gabriele von Arnim über das Älterwerden, den Wandel des Selbstbilds und die philosophische Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit. Sie thematisiert den Abschied von körperlichen Fähigkeiten sowie die Freiheit, die aus dem Verzicht auf gesellschaftliche Erwartungen entsteht. Darüber hinaus diskutieren die Gesprächspartner über die Bewältigung von Lebensveränderungen, persönliche Erfahrungen mit Verlust und Pflege sowie die Bedeutung von Verantwortung in einer unsicheren Welt. Die Autorin betont dabei den Wunsch nach einem geklärten Ende und die Aufgabe, Zuversicht und Freude als Kraftquelle an die nächste Generation weiterzugeben.

31 Okt. 2026
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Klimakrise: Warum handeln wir nicht, Reto Knutti?

In diesem Interview diskutiert Professor Reto Knutti die zunehmende Klimaveränderung in der Schweiz und die damit verbundenen Risiken wie Hitzetote und wirtschaftliche Schäden. Er erläutert, dass die Wissenschaft nicht nur Zahlen liefern, sondern den Kontext vermitteln muss, um die gesellschaftliche Transformation zu unterstützen. Die Diskussion thematisiert zudem die Rolle der Wissenschaft als Übersetzer von Fakten in die Praxis sowie die wirtschaftlichen und politischen Notwendigkeiten der Energiewende. Es wird erörtert, wie technologische Innovationen und ein politischer Rahmen den Übergang zu erneuerbaren Energien durch gesteigerte Effizienz ermöglichen können, während gleichzeitig das Spannungsfeld zwischen individueller Planung und gesellschaftlicher Verantwortung beleuchtet wird.

24 Okt. 2026
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Bequeme neue Welt: Verlernen wir das Menschsein?

In diesem Gespräch mit der Philosophin und Astrophysikerin Sibylle Andal wird erörtert, wie moderne Bequemlichkeit durch digitale Werkzeuge und KI zur Aufgabe wichtiger menschlicher Fähigkeiten führt. Die Expertin warnt davor, dass das Auslagern kognitiver Prozesse unsere Unabhängigkeit, Urteilskraft und den Kontakt zu uns selbst schwächen kann. Die Diskussion beleuchtet zudem die Gefahren von KI-Agenten für zwischenmenschliche Beziehungen sowie die Risiken von Nudging, welches strukturelle Probleme auf das Individuum verschiebt. Abschließend reflektiert Andal über den Wert des Staunens und eines Lebens, das Herausforderungen und Tiefe bewusst umfasst.

17 Okt. 2026
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100 Jahre Michel Foucault: Der Wahnsinn der Freiheit

In dieser Episode diskutiert der Kulturhistoriker Philipp Felsch die paradoxe Persönlichkeit und den einzigartigen Stil des Philosophen Michel Foucault. Er erläutert, wie Foucault wissenschaftliche historische Forschung mit existenzieller Transformation verband und seine Werke die Entstehung der modernen Vernunft durch den Ausschluss des Wahnsinns thematisieren. Die Diskussion beleuchtet zudem Foucaults Identität als Provokateur, der das autonome Subjekt als historisches Konstrukt dekonstruiert. Es wird erörtert, wie seine Theorien zu Macht und Sexualität heutige Identitätsdiskurse beeinflussen und wie sein subtiler Aktivismus auf der Infragestellung von Denkkategorien basiert.

10 Okt. 2026
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Carl Hart: Besser leben mit Heroin und Kokain?

In diesem Interview diskutiert der Neurowissenschaftler Karl Hart seine Erfahrungen mit dem gelegentlichen Heroinkonsum und widerspricht dem gesellschaftlichen Bild, dass Drogenkonsum zwangsläufig zu einem sozialen Abstieg führt. Er argumentiert, dass die Kriminalisierung von Drogen oft dazu dient, bestimmte soziale Gruppen zu kontrollieren, und dass die eigentlichen Probleme in der Armut und den sozialen Strukturen liegen. Die Diskussion beleuchtet zudem die historische und politische Motivation hinter Drogenverboten sowie die Diskrepanz zwischen sichtbarer Abhängigkeit und breiterer Konsumentengruppe. Abschließend werden wissenschaftliche Daten gegenüber Meinungen gewichtet, die Bedeutung von Schadensminderung in der Schweizer Drogenpolitik erörtert und die Grenze zwischen staatlicher Regulierung und Verbot reflektiert.

03 Okt. 2026