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Woher stammt die "Quarantäne"? Wie entsteht ein Schwarzes Loch? Warum fallen Wolken nicht vom Himmel? SWR Redakteur Gábor Paál und Gäste aus der Wissenschaft erklären im Wechsel jeden Tag ein kleines Stückchen Welt. Texte unter http://1000-antworten.de Viele Episoden dieses Podcasts stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz. Ihr könnt diese Episoden unter Angabe der Quelle und der Lizenz unverändert in Eurem eigenen Digitalangebot dauerhaft veröffentlichen. Die Episoden dürfen dabei nicht verändert oder kommerziell genutzt werden. Die Lizenz lautet CC BY-NC-ND 4.0.

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Wind: Summe aus "wahrem Wind" und Flugwind

Ein Flugzeug, das sich mit 800 km/h und mehr durch die Lüfte bewegt, erfährt einen entsprechenden Flugwind. Wie kann ein Fühler am Flugzeug da die äußere Windgeschwindigkeit – den "wahren Wind" messen, der ja viel kleiner ist? Tatsächlich misst ein Windsensor immer nur den "scheinbaren Wind" – die Summe aus "wahrem Wind" und Fahrtwind. Um diesen "scheinbaren Wind" zu messen, sind an der Flugzeugnase sogenannte Staudruckrohre angebracht – das sind Rohre mit Messfühlern am Ende, die den Druck messen, der beim Fliegen auf das Flugzeug wirkt. Dieser Druck verrät die Kraft des scheinbaren Windes.

Fluggeschwindigkeit wird mithilfe von GPS ermittelt

Auch ein Messfühler, den man am Flugzeug anbringt, kann immer nur den scheinbaren Wind messen, und der wird im Flugzeug vor allem durch den Flugwind von z.B. 800 km/h bestimmt. Trotzdem bekommt man im Flugzeug zum Beispiel mitgeteilt: "Flughöhe: 10.000 Meter, Windgeschwindigkeit: 50 km/h". Dieser Wert lässt sich nur über Umwege errechnen. Und zwar, indem man genau umgekehrt vorgeht: Man ermittelt den scheinbaren Wind und zieht von dem wiederum die Fluggeschwindigkeit ab. Die Differenz zwischen relativer Bewegung durch die Luft und absoluter Bewegung über Grund (auch wieder nach dem Prinzip des Kräfteparallelogramms, nur umgekehrt) entspricht dem Wind, der am Ort des Geschehens tatsächlich weht. Hinter einer scheinbar lapidaren Anzeige “Windgeschwindigkeit 50 km/h” steckt also eine ziemlich aufwändige Rechnerei.

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